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Datum
01.08.2023

Künstliche Intelligenz auf dem Vormarsch: Diese Jobs sind betroffen

Fragen beantworten und Texte erstellen binnen weniger Sekunden und voll automatisiert – die Sprachassistenten Google Bard des Tech-Riesen Google und ChatGPT von OpenAI, einem Start-up von Microsoft, wecken derzeit überall Gesprächsbedarf. Nicht nur in der IT-Branche, sondern auch in anderen Berufen wird die KI-Software teils kritisch beobachtet. Wie künstliche Intelligenz zukünftig den Arbeitsmarkt verändern wird und welche Jobs davon betroffen sind, haben wir nachfolgend zusammengefasst.

Künstliche Intelligenz
(GettyImages/Kwanchanok Taen on)

Das Wichtigste in Kürze

  • Künstliche Intelligenz ist auf dem Vormarsch und spätestens seit ChatGPT und Google Bard ist die generative KI ein viel diskutiertes Thema in der Berufswelt.
  • Fest steht: Zukünftig werden KI-Systeme den Arbeitsmarkt verändern, allerdings ist auch klar, dass Maschinen nicht immer den Menschen ersetzen können.
  • Schon heute werden Aufgaben wie Daten sammeln, analysieren, zusammenfassen sowie Texterstellung und Übersetzung teilweise von KI erledigt.
  • Die Entwicklung von künstlicher Intelligenz ist aber auch eine Chance für den Arbeitsmarkt, da neue Berufe und Arbeitsplätze entstehen.

Welche Jobs beeinflusst KI besonders stark, welche weniger?

Laut einer Studie des Erfinderteams von ChatGPT und Forschenden der University of Pennsylvania könnte die künstliche Intelligenz schon bald einen Teil der Aufgaben in verschiedenen Branchen selbstständig übernehmen.

Zu den besonders stark betroffenen Berufsbereichen durch den Einsatz von KI gehören unter anderem:

  • Journalismus
  • Schriftstellerei
  • Programmierung
  • Mathematik
  • Dolmetschen
  • Buchhaltung

Wörter übersetzen, Aufgaben lösen, Fragen beantworten, kreative Texte schreiben und Computercodes generieren – KI-Systeme liefern schon heute erfolgversprechende Ergebnisse. Dennoch spielen sie teils fehlerhafte Daten aus oder verzichten auf Quellenangaben. Trotz kleiner Fehler werden die Textroboter bereits fleißig genutzt. Daher sind sich Forschende sicher, dass die KI-Software in Zukunft für große Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt sorgen wird.

Es gibt aber auch Branchen, in den künstliche Intelligenz weniger zum Einsatz kommen wird. KI wird in den nachfolgenden Berufsfeldern auch zukünftig eine eher untergeordnete Rolle spielen:

  • Forst- und Landwirtschaft
  • Öl- und Gasbranche
  • Küche
  • Kfz-Mechanik

Fakt ist: Künstliche Intelligenz entwickelt sich stetig weiter und wird früher oder später in zahlreichen Berufen zum Einsatz kommen. Das bedeutet aber nicht zweifelsohne, dass Arbeitnehmer um ihren Job fürchten müssen. Denn nicht immer ist der Einsatz von KI möglich.

Kann künstliche Intelligenz den Menschen ersetzen?

Die Meinungen zum Thema Automatisierungen gehen deutlich auseinander. Auch wenn Künstliche Intelligenz in vielen Bereichen die Prozesse beschleunigen und erleichtern kann, ist die Maschine nicht immer die bessere Wahl zum Menschen.

Einige Berufe werden durch die KI ersetzt und speziell Aufgaben wie Wissen sammeln und Daten zusammenfassen, werden künftig von automatisierten KI-Tools übernommen. Dennoch ist künstliche Intelligenz noch nicht so weit, Themen inhaltlich zu verstehen. In den Berufsfeldern Medizin, Justiz, Finanzen und Steuern sollte die generative KI keinen großen Einfluss bekommen, da die Antworten von KI-Systemen oft fehlerhaft sind. Mit der generativen künstlichen Intelligenz sind KI-basierende Programme gemeint, die neue Impulse, Inhalte und Lösungen produzieren können.

Welche Risiken hat künstliche Intelligenz auf dem Arbeitsmarkt?

Eine Studie der Forschungsabteilung der Investmentbank Goldman Sachs warnt vor erheblichen Störungen auf dem Arbeitsmarkt durch den Einsatz generativer KI. Laut der Studie sind rund zwei Drittel aller Arbeitsplätze teilweise von KI-Systemen bedroht, da etwa ein Viertel der Aufgaben von künstlicher Intelligenz erledigt werden kann. Schon heute könnten rund 300 Millionen Vollzeitmitarbeitende teilweise von generativer KI ersetzt werden.

Ein weiteres Risiko: Der flächendeckende Einsatz von KI erfordert zahlreiche Rechensysteme und somit auch einen hohen Energieverbrauch. Es wird schwer, festgelegte Klimaziele durch den massiven Einsatz von Computern einzuhalten.

Und auch beim Thema Datenschutz ist KI nicht sicher. KI-Systeme wie ChatGPT oder Google Bard können während ihrer Nutzung sensible Daten an Dritte weitergeben.

Welche Chancen bietet KI in der Berufswelt?

In vielen Branchen ist künstliche Intelligenz aber auch eine Chance für Arbeitgeber und Arbeitnehmende.

  • Diese Vorteile bietet KI für den Arbeitsmarkt:
  • Es entstehen neue Berufsbilder und Arbeitsplätze zum Beispiel im Bereich Programmierung.
  • Die Produktivität steigt durch beschleunigte Prozesse und verschlankte Aufgaben.
  • Durch Weiterbildungen und neues Fachwissen bieten sich bessere Karrierechancen für Mitarbeitende.

Fazit: Künstliche Intelligenz schafft neue Perspektiven in der Arbeitswelt

Veränderungen bringen oft Unvorhersehbares mit sich. Daher ist es umso wichtiger, sich gegenüber dem Neuen offen zu zeigen und sich den damit verbundenen Herausforderungen zu stellen. Wer sich mit Künstlicher Intelligenz beschäftigt und sich damit vertraut macht, kann die Automatisierung in der Arbeitswelt effektiv nutzen und sogar von neuen Berufschancen profitieren.

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